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Jahresbericht 2015 Synchronschwimmen



Silke Hohlstein-Terwesten

Ein ereignisreiches Jahr 2015 im Synchronschwimmen liegt hinter uns!

Nachdem es doch etwas gedauert hat, neue Ideen für die Bezirksarbeit zu entwickeln und umzusetzen, kann ich nun über viele kleine und große Schritte der Sparte Synchronschwimmen berichten.

Ein gemeinsamer Lehrgang der Synchronschwimmerinnen mit den Springern in Übach-Palenberg wurde bereits zum zweiten Mal absolviert. Neben den gemeinsamen Trainingseinheiten in der Turnhalle, konnten hier erste Grundlagen für eine neue Bezirkskür erarbeitet werden. Anders als bei den anderen Sparten, wo jeder das weiter entwickeln kann, was er auch im Heimtraining bereits erlernt hat, müssen die Synchronis völlig neue und andere Inhalte als Bezirksmannschaft trainieren, als daheim. Eine spezielle bezirkskür mit neuer Musik und völlig neuer und auf den Leistungsstand der Teilnehmer abgestimmte Choreographie wird entwickelt. Eine Arbeit, die sehr zeitintensiv ist und eine ungeheure Herausforderung an die Trainer stellt, letztlich aber auch ein schönes, kreatives Arbeiten auf den Lehrgängen bedeutet. Die hier gelegten Grundlagen wurden über das Jahr verteilt in zahlreichen Halbtageslehrgängen in Solingen und Willich konsequent vorangetrieben, bis eine innovative Kürkombination letztlich fertig gestellt werden konnte. Besonderheit hierbei: Wir hatten erstmals in der Geschichte mit Nicolas Janssen aus Willich einen Jungen mit dabei! Nico war mit Feuereifer bei der Sache und so konnte der Bezirk Rhein Wupper den völlig neuen Trend der männlichen Synchronchwimmer (in Kazan erstmals auf FINA-Ebene zugelassen sind Männer im Mixed-Duet) mit aufgreifen. Für diese Art der Zusammensetzung des Teams gab es aber nach Fertigstellung der Kür keinerlei Wettkämpfe, so dass schnell klar wurde, dass das neue Bezirksteam wohl im Ausland starten muss. Immerhin haben die Aktiven Carolin Buschhaus, Merit Elias, Giulia Notaro, Nelli Rennich und Franziska Tesche (alle TSV Solingen Aufderhöh), sowie Erja Halffmann, Nicolas Janssen, Lisann Flamang und Kira Terwesten (alle SV Willich 1965 e.V.) neben den vielen Bezirkslehrgängen auch enorm viele gemeinsame Trainingseinheiten abwechselnd an beiden Standorten investiert. So konnte dann dieses Team im November in Stockholm bei einem sehr gut besuchten internationalen Wettkampf an den Start gehen und wurde dort prompt -dank Nico und der sehr einfallsreichen Kür- zum Publikumsliebling und wurden auch im schwedischen Fernsehen gezeigt! Neben der Bezirkskürkombination gingen auch noch Kira terwesten und Lisann Flamang im Solo und Carolin Buschhaus/Merit Elias im Duet an den Start, und konnten alle sehr beachtliche Plätze im ersten Drittel belegen. Besonders erwähnenswert der 8. Platz bei 67 z.T. hochkarätigen internationalen Teilnehmerinnen in der Pflicht von Kira Terwesten. Es war auf jeden Fall eine besondere Erfahrung für Team und Teilnehmer!

Ein besonderes Anliegen ist es mir, im Bezirk Rhein Wupper neue Strukturen für den Breitensport Synchronschwimmen zu erarbeiten. Leider bietet unsere Sportart auf allen Ebenen lediglich Wettkämpfe mit leistungssportlichen Inhalten an. Es beginnt direkt ohne jeglichen Unterbau mit den NRW-Meisterschaften. Ziel war es zunächst, für Anfänger und Fortgeschrittene einen Vielseitigkeitstest zu erfinden, der in einem weiteren Halbtageslehrgang zu absolvieren war. Alle Beteiligten hatten hierbei eine Breitensportförderung im Kopf. Und tatsächlich konnten wir in 2015 erstmals den Rhein Wupper All Star als ein neues Angebot ausrufen. In zwei Kategorien, Anfänger und Fortgeschrittene, konnte man diese Premiere erleben.

Am 26. September kamen dann insgesamt 46 Schwimmerinnen und 1 Schwimmer aus den beiden Bezirksvereinen zum 1. Rhein Wupper All Stars zusammen. Eine sehr erfreuliche Zahl an Teilnehmern, bunt gemischt, aber alle sehr motiviert, die vielfältigen Stationen zu durchlaufen. Am Ende wurde noch zusammen gegrillt, nachdem Solinger Väter toll das Grillen vorbereitet hatten. Jeder steuerte etwas zum Essen bei und so waren dann alle Schwimmerinnen und Eltern restlos von diesem Treffen begeistert. Schon bald wuselten alle lustig durcheinander und auch die Eltern aus Willich und Solingen lernten sich kennen und kamen in nette Kontakte. Genau diese Mischung aus Wettkampf und anschließendem gemeinsamen Miteinander kam bei allen sehr gut an und wird definitiv in 2016 wiederholt bzw. weiter entwickelt!

Darüber hinaus nahm der SV Willich mit einem Duett und zwei Soli an der Masters WM in Kazan als einzige Deutsche Beteiligung teil. Schockierend hier waren die unerwartet niedrigen Teilnehmerzahlen. Waren es weit über 600 in Riccione 2012 und 480 in Montreal 2014, haben lediglich 34 Synchronschimmerinnen den Weg nach Kazan gefunden. Die Ausrichtung und Organisation vor Ort war sensationell und wurde durch dasselbe Team der normalen WM gewährleistet. Das Orgateam war sichtlich enttäuscht über die sehr geringe Beteiligung. Bisweilen waren mehr Freiwillige, Helfer, Orgateam-Mitarbeiter und Hostessen vor Ort, als Synchronis. Die Gastfreundschaft und das Athletendorf war aber alle Male die Reise wert. Daneben konnte Silke Hohlstein-Terwesten den 10. Master-WM-Titel erschwimmen und mit Birte Hohlstein-Janssen den 4. Duett-Titel in Folge erzielen. Am Ende lautete also die Bilanz Gold im Duett der AK 40-49 und Silber und Bronze im Solo dieser AK.

Neben Lehrgängen, Rhein Wupper All Stars und vielleicht auch wieder gemeinsamen Trainingseinheiten mit anderen Sparten, schwebt mir noch eine weitere, neue Idee im Kopf herum. In Schweden beim Wettkampf konnte man sehr gut sehen, dass international sehr viel früher mit dem Kürschwimmen wettkampfmäßig, aber sehr kindgerecht begonnen wird. Die Altersklassen, die Inhalte, nicht zuletzt die Möglichkeiten auch für Masters mit Jugendlichen gemischt zu schwimmen besteht im Ausland recht oft. Auch das Einbeziehen interessierter Jungens an unserer Sportart wird hier sehr viel flexibler gehandhabt. In Deutschland ist leider kein rechtes Interesse zu erkennen, es fehlen ganze Nachwuchsstrukturen und Leute, die etwas Neues ausprobieren. Nun hat man ja bekanntlich immer die Wahl: man akzeptiert den Missstand oder legt selber los! In diesem Sinne werde ich auf jeden Fall versuchen, auch hier weiterhin innovativ und kreativ etwas auf die Beine zu stellen, damit uns der Nachwuchs erhalten bleibt und die Sparte Synchronchwimmen vielleicht zukünftig doch noch etwas expandieren kann.

In diesem Sinne bedanke ich mich für die allseits gute Zusammenarbeit und Möglichkeiten im Bezirk Rhein Wupper.

 

Silke Hohlstein-Terwesten

Fachwartin Synchronschwimmen

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